Das Blog von Jürgen Schröter

Kategorie: Schweiz

Meine Inspirationen der Schweiz

«Bruder Klaus» – die Friedens-Seele der Schweiz

Ihr Lieben (Schwestern und Brüder),
mich hat unser Besuch bei «Bruder Klaus» im Flüeli schon sehr bewegt.
Es hatte für mich den Charakter einer «Pilgerreise».

Ich glaube, sehr wichtig für mich aktuell, dass ich unsere
Spaziergänge im Ranft-Tal (Sachseln) gemeistert habe trotz kürzlicher
schlaganfälliger Gesundheitsprobleme.
Dann und wann war mir beim Spaziergang etwas schwindelig und
ich fürchtete, an meine Grenze zu kommen, einen erneuten Anfall
zu riskieren. Doch am Ende ging alles gut und es war für mich
ein gesundheitlicher Durchbruch, die Angst zu verlieren, denn
das Heimtückische an einem Schlaganfalls ist ja dieser
«Blitz aus heiterem Himmel» ohne Vorwarnung.

Etwas anderes ist es, dass ich Zeit meines Lebens selbst einen
Zug zur Einsiedelei hatte.
Ich kann ganz gut für mich alleine (bin kein wirklicher «Familienmensch»).
Ich hatte schon vor Jahren das Gefühl, mein Seelen-Archetyp
sei der des Eremit.
Das verbindet mich auch mit «Bruder Klaus».
Ich finde, dass die Schweizer diesen «National-Friedens-Heiligen» nicht
ins Übermenschliche überhöht haben, sondern seinen Leidensweg unbeschönigt aufgezeigt haben. Er ist ein symphytischer «Heiliger» (Vater von 10 Kindern) Man kann sich mit «Bruder Klaus» (1417 – 1487) gut identifizieren.

Es ist schön, dass dabei auch die Mutter Dorothee Wyss (zehn Kinder
geboren) angemessen gewürdigt wird. Es war sicherlich nicht nur
vor 600 Jahren ein Skandal, dass ein Mann seine große Familie
verlässt. Doch Dorothee hat ihn unterstützt, ihm seinen
Pilgermantel genäht. Sie hat ihren Mann «losgelassen» im Wissen
darum, dass er etwas Größerem dienen musste als seiner Familie.
Beide haben eine neue Bezieung zueinander gefunden: eine heilige.
Im Grunde müsste auch Dorothee heilig gesprochen werden,
denn sie war eine Heilige, beide als Heilige ein Paar, auch wenn sie nicht mehr im romantischen Sinne zusammen gelebt und das Bett geteilt haben, sondern eine «heilige Beziehung» geführt haben, vor allem eine «Seelen-Beziehung». Dorothee Wyss kommt mir vor wie die Schweizer Madonna als Mutter Gottes.

«Bruder Klaus» war auch ein Mystiker, der das göttliche Licht
in sich gespürt hat und diesem «Leuchtturm» gefolgt ist.

Jeder Mensch ist in seinem Wesen ein Mystiker auf dem Weg
der Berufung. Auch das Leben von «Bruder Klaus» bringt uns MYSTIK als etwas zutiefst Menschliches und der mystischen «dunklen Nacht der Seele» näher. Dabei begegnet einem Mystiker immer eine Gestalt, die man als «Teufel» zu erkennen glaubt: die Auseinandersetzung mit dem inneren Zweifel, die Verführung, den heiligen Weg zu verlassen.

Jetzt habe ich kürzlich eine Interpretation dieses Schweizer
Heiligen durch die «Grande Dame» der Schweizer analytischen
Psychologie erfahren: Marie-Luise von Franz (Schülerin von C.G. Jung).
Manchmal wird «Bruder Klaus» ja auch als «Verrückter» dargestellt,
was M-LvF in die Schranken weist. Ja, «Verrückte» können irgendwann als «Heilige» erkannt werden. (Doch um Heilige zu ‹erkennen, muss man selbst ein Heiliger sein.)

Hier ihre Interpretation von Marie-Luise aus dem Jahre 1987
https://www.youtube.com/watch?v=JbKWSsuaT7Q

Der Film geht über 1:45:03, also fast zwei Stunden, doch ich denke, dass es sich lohnt, dieser sehr weise Interpretation zu lauschen. Das Interview ist aufgenommen, als M-LvF 72 Jahre alt war (1915 – 1998). Mich hat an diesem Interview fasziniert, wie klar ihr Geist war, obwohl ihr Körper schon etwas
erstarrt ist.

Bruder Jürgen

DANKE Bruder Hans-Peter, dass du uns dieses Erlebnis ermöglicht hast.

Das «Mandala» von «Bruder Klaus» – ganz anders als der «Gekreuzigte».
Vielleicht ein Symbol für die Neue Spiritualität.

Ein Tag in Zürich

Die Fotos bedürfen keines besonderen Copywrits. Sie sind von mir und dokumentieren zudem das wunderbare Wetter an dem Tag.

Die Zugfahrt nach und von Zürich dauerte zusammen knapp 4 Stunden (23,60 CHF mit dem verbilligten Swiss-Pass), mein Fußweg in Zürich selbst dauerte 3 1/2 Stunden. Als ich den Hauptbahnhof verlassen hatte, war der Reiseführer und meine Reisepläne vergessen. Eigentlich wollte ich zum Pavillon Le Corbusier, doch dann habe ich mich ganz der Führung meiner Füße anvertraut, «so weit die Füße tragen».

Als ich noch 14 Jahre alt war, da war mein Berufstraum Architekt (wie mein Vater); ich las und bewunderte Bildbände der großen Architekten Walter Gropius, Frank Loyd Write und Le Corbussier. Mit dem Schritt aus dem Hauptbahnhof war das alles vergessen. KEIN ZIEL mehr, einfach der Intuition folgen, einfach Zürich wirken lassen.

Irgendwann war das Feeling von «Grossstadt», vielleicht sogar «Hauptstadt» da (um nicht missverstanden zu werden: natürlich weiß ich, dass Bern die Hauptstadt der Schweiz ist.) . Doch Zürich ist ganz und gar nicht mit Berlin oder Paris zu vergleichen. Keine Spur von Hektik, Enge oder Massen von Menschen und Autos. Zürich ist einfach «lässig», wie die Schweizer wohl sagen würden. Durch den Fluss «Limmat», der die Stadt in zwei Hälften teilt, ist man schnell am Fluss wie am Strand – und man ist schnell in eine Urlaubsatmosphäre eingetaucht.

Ich war überrascht, dass es in Zürich noch den «Body Shop» gibt und ALNATURA («alles natürlich»). Zürich ist nicht nur eine Reise, sondern auch eine wiederholte Reise wert! Vielleicht quartiere ich mich auch einmal ein ganzes Wochenende ein. Der nachträgliche Blick in meinen Reiseführer war viel spannender: DA WAR ICH! Zürich ist als Stadt extrem sympathisch. Eigentlich meide ich Menschansammlungen einer Großstadt. In Zürich ist es irgendwie anders: Ich gönne jedem Menschen hier das einzigartige «Zürich-Feeling».

Mein eigentlicher Gewinn des Tages war aber, dass ich meine Komfortzone verlassen und mich in ein «Abenteuer» gestürzt habe, ohne zu wissen, was mich erwarten würde. Es war voll und ganz mit dem Bedürfnis der Wiederholung gelungen. Vielleicht sollte ich eine solche Abenteuerreise nach Luzern vornehmen! Ich war zwar schon öfter in Luzern, doch mehr als Tourist denn als Abenteurer.

Am späten Nachmittag habe ich nach Rückreise dann das Desaster von Borussia Dortmund noch am Fernsehen miterleben können. Wie Nietzsche einst den Tod von Gott diagnostiziert hat, ist heute wohl der Tod des Fußballgotts zu beklagen. Ich hätte Dortmund die deutsche Fußballmeisterschaft gegönnt! Früher habe ich in der Nähe von Dortmund gelebt und war hin und wieder auch im Stadion von Dortmund zu Bundesliga-Spielen.

Ein Trostpflaster war, dass mich endlich eine Büchersendung von MEDIMOPS erreicht hat, leider nur 4 von 5 Büchern. Die Verpackung war zerrissen mit dem Verlust eines Buches. Das zweite Ärgernis des Tages!

Stadtführer Zürich

Heute habe ich meinen Stadtführer bei der Buchhandlung «Buechlade Martina Küng» (Hochdorf) abholen können. Eine Abenteuerreise will gut vorbereitet sein! Erster Eindruck: Der Stadtführer ist sehr handlich und übersichtlich mit gutem Faltplan.

Spaziergang in Aarau

Imagefoto der Stadt Aarau auf www.aarau.ch

Heidi und ich waren heute vier Stunden in den Wäldern um Aarau unterwegs. Es war kein «Fotografier-Wetter», obwohl ich meine Kamera dabei hatte: alles grau in grau, so dass ich den Spaziergang hier nicht weiter dokumentieren kann.

Wir hatten uns ein wenig verirrt, es war ein richtiges Abenteuer, bis wir dann am Ende – etwas glücklich und erschöpft, den roten Golf von Heidi in einiger Ferne wiedergefunden haben. Der erste Spaziergang nach dem «Winterschlaf» war erfolgreich überstanden – mit ein wenig Muskelkater in den Waden und im Gesäß.

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén